WP_001888bisWP_001888Vorgestern wurde auf Arte die Dokumentation God save my shoes gezeigt. Der Titel hat mich neugierig gemacht, zumal das Thema Schuhe in meine Hauptbereiche fällt. Den Film wollte ich mir daher nicht entgehen lassen.

„Die Regisseurin Julie Benasra beleuchtet die psychologischen, soziokulturellen sowie [freilich!] erotischen Aspekte der weiblichen Leidenschaft für die Schuhe” – so die vielversprechende Zusammenschau der Dokumentation. Persönlich war ich enttäuscht: ein sechzigminütiger Quatsch mit Soße, oberflächlich und leierhaft verabreicht.

Die ganze Doku reduziert sich auf den Punkt gebracht auf folgende Botschaft: Seitdem die Mode existiert, bewundern Frauen hohe Absätze, denn diese geben ihnen das Gefühl, sexyer zu sein. Nun, die Tatsache, dass Pumps und Absätze die Weiblichkeit unterstreichen, möchte ich nicht bestreiten, aber eine ganze Stunde lang die Sinnlichkeit des Stilettos zu rühmen, erscheint mir ein wenig simpel. Es stimmt: Wir Frauen lieben Schuhe, und wir haben nie genug davon, richtig. Aber es ist vielmehr die unendliche Vielfalt der Muster und Stile, die uns verführt. Auch die Werbung hat das verstanden und weiß, wie sie diese unsere Schwäche effektiv nutzen kann. Sehen Sie selbst.

Nein. Schwindelerregende Absätze sind nicht das einzige Symbol des weiblichen Geschmacks in Sachen Schuhe. Ebenso wenig sind die Hauptdarstellerinnen von „Sex and the City” das einzige Symbol der Frau von heute. Zum Glück.

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